Bewegungsparcours für depressive Menschen - Modellprojekt in der Klinik Hohe Mark in Oberursel

Körperliche Aktivität, Sport und Bewegung werden zunehmend als Möglichkeiten der Prävention und Behandlung von Depressionen angesehen. Prof. Volker Beck von der Hochschule Darmstadt sagt: „Wissenschaftliche Erkenntnisse weisen darauf hin, dass als Folge von sportlicher Aktivität eine Verminderung von Ängsten und Depression, eine erhöhte Stresstoleranz, eine Verbesserung der Grundstimmung und eine grundsätzlich höhere Zufriedenheit werden kann.". erreicht werden kann.“

Vor diesem Hintergrund wird seit Oktober 2014 im Rahmen einer Studie die Nutzung eines Bewegungsparcours mit zwölf Stationen in die Therapie klinisch depressiver Menschen der Klinik Hohe Mark in Oberursel integriert. Hinter dem vom Hessischen Sozialministerium initiierten Projekt steckt das Ziel, einen wissenschaftlichen Nachweis über die Wirksamkeit und die konkreten Effekte von körperlicher Aktivität, Sport und Bewegung bei Therapie und Prävention von Depressionen zu erbringen. Der Parcours ist mit „niederschwelligen“ Geräten ausgestattet. Das bedeutet, dass sie einladen sollen und leicht zu handhaben sind. Bewegung verfolgt hier das Ziel, dass Körper, Geist

Weiterhin wird den Patienten Eigenkompetenz zur individuellen Nutzung von Bewegungsparcours – besonders auch für die Zeit nach der Entlassung aus der Klinik – vermittelt. Die Gewährleistung der Nachhaltigkeit im kommunalen Umfeld hat einen herausgehobenen Stellenwert und wird in der Studie mit untersucht. Dr. Lutz Vogt von der Abteilung Sportmedizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main:

„Das Projekt endet nicht nach dem stationären Aufenthalt, sondern wird an den kommunalen Parcours am Wohnort weiter fortgesetzt. Diese Maßnahme findet in Kooperation mit dem Landessportbund Hessen statt und sichert die Fortführung eines körperlich aktiven Lebensstils.“

Hierfür stehen hessenweit rund 150 Bewegungsparcours zur Verfügung. Ein Flyer, der auf der Internetseite der Klinik Hohe Mark (www.hohemark.de) abgebildet ist, gibt entsprechende Informationen.

Mit der Veröffentlichung der ersten Ergebnisse der Studie, die von einer Forschungsgruppe der Klinik Hohe Mark, des Landessportbundes Hessen, der Abteilung Sportmedizin der Goethe-Universität Frankfurt und der Hochschule Darmstadt zusammengetragen werden, ist zeitnah zu rechnen.

Dieses Projekt und weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter: Krankheiten und Todesursachen/Häufigste Erkrankungen/Psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen

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