Bevölkerungsentwicklung

Im Jahr 2013 sind in Hessen 11.700 Personen mehr gestorben, als geboren wurden. Dass die Bevölkerung in Hessen nicht gesunken ist, sondern sogar leicht anstieg, ist den Zuwanderungen zu verdanken. 2013 sind nämlich 37.700 Personen mehr zugewandert, als weggezogen sind.

Auf regionaler Ebene werden bei der Bevölkerungsentwicklung sehr große Unterschiede deutlich. Tendenziell ist für die Jahre 2003 bis 2013 zu beobachten, dass Südhessen rund um das Rhein-Main-Gebiet Bevölkerungszuwächse verzeichnet und Mittel- und Nordhessen teils starke Rückgänge verkraften müssen. Die stärksten Bevölkerungsverluste haben sich im Werra-Meißner-Kreis, im Vogelsbergkreis und im Landkreis Waldeck-Frankenberg vollzogen. Die ersten beiden haben zwischen den Jahren 2003 und 2013 fast 10 % ihrer Bevölkerung verloren, der Landkreis Waldeck-Frankenberg verzeichnete einen Verlust von knapp 8 %. Hingegen konnten die kreisfreien Städte Frankfurt (+9 %) und Darmstadt (+7 %) deutlich an Bevölkerung hinzugewinnen.

Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich auch in Zukunft fortsetzen. Gemäß der Bevölkerungsvorausschätzung der Hessen Agentur wird die Bevölkerung in Hessen bis zum Jahr 2019 von 6,045 Millionen Einwohnern Ende 2013 geringfügig auf 6,119 Millionen ansteigen und anschließend bis zum Jahr 2030 nur leicht unter den derzeitigen Stand sinken (-0,1 %). Bis zum Jahr 2050 ist hingegen mit einem Rückgang um -5,9 % zu rechnen. Demnach wird Hessen im Jahr 2030 ca. 6,0 Millionen Einwohner und im Jahr 2050 ca. 5,7 Millionen Einwohner haben. Regional betrachtet ist bis 2030 von einer Bevölkerungszunahme in Südhessen (+2,6 %) und einer Abnahme in Mittelhessen (-2,9 %) und Nordhessen (-6,5 %) auszugehen. Auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte ist der Bevölkerungsrückgang im Werra-Meißner-Kreis besonders stark ausgeprägt. Hier ist ein Bevölkerungsrückgang von -12,6 % zu erwarten. Der Vogelsbergkreis ist mit einem Rückgang von -10,2 % ebenfalls stark betroffen. Demgegenüber werden besonders die kreisfreien Städte Darmstadt (+6,1 %) und Frankfurt (+5,4 %), aber auch Wiesbaden (+5,3 %) weiter Einwohner hinzugewinnen (Abb. 35). Innerhalb der hessischen Landkreise ist von einer sehr unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklung auszugehen: Gemeinden mit Zuwächsen und Gemeinden mit Abnahmen liegen dicht nebeneinander. Nähere Informationen über die Bevölkerungsentwicklung in den hessischen Gemeinden sind online im Hessischen Gemeindelexikon verfügbar.1

Veränderung der Bevölkerung der hessischen Landkreise und kreisfreien Städte bis 2030
Veränderung der Bevölkerung der hessischen Landkreise und kreisfreien Städte bis 2030  Foto: Bevölkerungsvorausschätzung der HA Hessen Agentur GmbH 2015, Darstellung auf Kartengrundlage der GfK Geomarketing GmbH.
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