Hessen
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Einrichtungen und Beschäftigte im Gesundheitswesen

Das Gesundheitswesen befindet sich in einem grundlegenden Strukturwandel: Aufgrund der demografisch bedingten Zunahme an chronischen und mehrfachen Erkrankungen erbringen immer öfter Gesundheits-, Pflege- und Sozialberufe gleichzeitig Leistungen an kranken und insbesondere älteren Menschen. Die vielfältigen Änderungen, Entwicklungen und Herausforderungen, denen der Gesundheitsbereich aktuell ausgesetzt ist, erfordern eine integrierte Planung der Gesundheitsversorgung und eine stärkere Kooperation aller Beteiligten. Hierfür bedarf es neuer Kooperationsformen zwischen den Berufsgruppen und einem funktionierenden sektorenübergreifenden Case- und Care-Management. Insbesondere im länd­lichen Raum wird die Situation in den nächsten Jahren voraussichtlich schwieriger werden.

Das Land Hessen hat auf diese Veränderungen reagiert und die geeigneten Rahmenbedingungen für einen strukturierten Gesundheitsdialog mit einer Vielzahl von Unterstützungsleistungen, wie dem Hessischen Gesundheitspakt und dem Förderprogramm „Bildung regionaler Gesundheitsnetze“, geschaffen. Um all die komplexen Trends im Gesundheitswesen und in der Pflege frühzeitig erkennen zu können, hat das Land Hessen 2014 in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Hessischen Apothekerverband 26 Gesundheitsreporte erstellt, mit denen bundesweit erstmalig auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte sektorenübergreifende Versorgungsanalysen und Entwicklungsszenarien bis zum Jahr 2020 für die folgenden Bereiche vorgelegt wurden:

  • hausärztliche Versorgung,
  • wohnortnahe fachärztliche Versorgung,
  • Apotheken
  • Krankenhäuser,
  • Pflege,
  • Demenz.

Die vorliegenden regionalen Gesundheitsreporte, die Sie unter https://soziales.hessen.de/gesundheit/gesundheitsversorgung/regionale-gesundheitsreporte aufrufen können, sind ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zu einem hessenweiten Versorgungsatlas, der die Angebote und Bedarfe für ganz Hessen erfasst und abbildet. Es ist beabsichtigt, diese Auswertungen regelmäßig – d. h. alle zwei Jahre – zu aktualisieren und in einigen Bereichen zu konkretisieren. Auf diese Weise soll eine geeignete Grundlage für regionale Diskussionsprozesse zur künftigen Entwicklung der Versorgungsstrukturen geschaffen werden.

Medizinische Gesundheitsversorgung in Hessen

Die medizinische Gesundheitsversorgung in Deutschland und in Hessen umfasst die ambulante und stationäre Versorgung. Für den Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung ist gesetzlich eine Untergliederung in die ambulante haus- bzw. fachärztliche Versorgung festgelegt. Im stationären Bereich übernehmen für die akute Behandlung Krankenhäuser die Versorgung behandlungsbedürftiger Patientinnen und Patienten. Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen dienen der Linderung und Vermeidung von Krankheiten (Vor- und Nachsorge), der Abwendung oder Minderung von drohender Pflegebedürftigkeit oder Behinderung sowie der Milderung von Krankheitsfolgen (Rehabilitation). Die stationäre pflegerische Versorgung wird in Pflegeeinrichtungen erbracht.

In Zukunft, sobald dies durch die neue Datentransparenzverordnung (siehe Häufigste Erkrankungen) ermöglicht wird, soll die Krankheitslast gemäß Morbi-RSA dann, wie in dem Bericht für das Land Hessen dargestellt, auf der Ebene der Landkreise und Städte abgebildet werden. Damit können die in diesem Kapitel aufgezeigten Versorgungsstrukturen noch passgenauer an die auf der relativen Krankheitslast bestehenden Versorgungsbedarfe angepasst werden.

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