Krankenversicherung

Zum 1. Juli 2013 waren 5.119.870 Personen in Hessen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert. Dies entspricht einem Anteil von ungefähr 84,9 % der hessischen Gesamtbevölkerung. 60,5 % der gesetzlich versicherten Personen waren Pflichtmitglieder, 15,4 % freiwillig in der GKV versichert und 24,1 % Rentner. Unter diesen gesetzlich Krankenversicherten waren insgesamt 26,8 % mitversicherte Familienangehörige. Seit dem 1. April 2007 besteht in Deutschland insgesamt eine Krankenversicherungspflicht für alle Personen, die nicht über eine Absicherung im Krankheitsfall verfügen. Für private Versicherungen besteht ein Kontrahierungszwang. Private Krankenkassen müssen deshalb seit 1. Januar 2009 einen Basistarif ohne Gesundheitsprüfung anbieten.

Die Verteilung der gesetzlich Krankenversicherten in Hessen nach Kassenarten stellt sich wie folgt dar (Stand: 1. Juli 2010):

  • AOK: 29,9 %
  • BKK: 16,7 %
  • IKK: 5,5 %
  • KBS: 1,1 %
  • LKK: 0,7 %
  • Ersatzkassen: 46,1 %

Durch gesetzliche Änderungen und eine stärkere wettbewerbliche Orientierung kam es in den letzten Jahren zu einem starken Konzentrationsprozess durch Fusionen unter den Krankenkassen. In der Folge sank die Anzahl der gesetzlichen Krankenkassen von 420 im Jahr 2000 auf 123 zum Stand 1. Juli 2015.1 Da die Krankenkassen weit überwiegend bundesunmittelbar sind, liegt die Aufsichtszuständigkeit entsprechend häufig beim Bundesversicherungsamt. Unter hessischer Rechtsaufsicht stehen zum Stand 1. Juli 2015 als landesunmittelbare Krankenkassen die AOK Hessen sowie sechs Betriebskrankenkassen.

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