Häufigkeit

Zur Häufigkeit von ADHS liegen bundesweite Zahlen der Barmer Ersatzkasse vor. Im Jahr 2011 wurden bei 1.000 Kindern im Alter von 0 bis 4 Jahren 0,4 %, im Alter von 5 bis 9 Jahren 5,2 %, im Alter von 10 bis 14 Jahren 7,2 % und im Alter von 15 bis 19 Jahren 3,4 % eine hyperkinetische Störung diagnostiziert.1 Insgesamt stieg unter Kindern und Jugendlichen bis zu 19 Jahren die Zahl der diagnostizierten ADHS-Erkrankungen zwischen 2006 und 2011 von 2,92 % auf 4,14 %. In der Welle 1 der KiGGS-Studie von 2009-12 wurde auf Basis einer Befragung 1,4 % der Kinder von 3 bis 6 Jahren, 5,1 % der Kinder von 7 bis 10 Jahren und 6,7 % der von 11 bis 17 Jahren eine ADHS-Diagnose zugeordnet.2 Trotz der aus mehreren Gründen schlechten Vergleichbarkeit zeigen beide Datenquellen ähnliche Ergebnisse und stimmen auch weitgehend mit unseren Daten der hessischen Krankenkassen überein. Ausgehend vom Jahr 2006 fand im KiGGS eine deutlich geringere Steigerung der Anteile statt als in der BARMER GEK-Studie.

Der weitaus größte Teil von ADHS-Diagnosen der Barmer GEK-Studie betrifft das Kindes- und Jugendalter. Bezogen auf ambulante ADHS-Diagnosen aller Altersstufen lag Hessen im Jahr 2011 mit einem Anteil von 0,77 % von Versicherten mit ADHS-Diagnose unter dem Bundesdurchschnitt von 0,92 %. Eine weitergehende regionale Aufschlüsselung ist dem Barmer GEK-Report zu entnehmen.3

Fußnote
  1. Barmer GEK: Barmer GEK Arztreport 2013. S. 144, Berlin 2013.
  2. R. Schlack, E. Mauz, J. Hebebrand, H. Hölling: KiGGS Study Group: Hat die Häufigkeit elternberichteter Diagnosen einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) in Deutschland zwischen 2003–2006 und 2009–2012 zugenommen? Bundesgesundheitsbl 2014, 57: 820–829.
  3. Barmer GEK, Arztreport 2013
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