Bösartige Neubildungen

Krebserkrankungen stellen mit 480.000 neuen Erkrankungen und fast 220.000 Sterbefällen jährlich eine der größten Gesundheitsbelastungen für die deutsche Bevölkerung dar.

Du bist Kostbar
Foto: Hess. Krebsgesellschaft

„du bist kostbar“

Die Krebspräventionskampagne „du bist kostbar –Hessen gegen Krebs“ des Ministeriums für Soziales und Integration, der Stiftung Leben mit Krebs und der Hessischen Krebsgesellschaft führt seit mehr als drei Jahren in Zusammenarbeit mit Partnern wie Selbsthilfegruppen, Krankenkassen, Kommunen, Ärzten, Sportorganisationen und Landfrauen eine Vielzahl von Krebspräventionsprogrammen durch. Dabei geht es einerseits um die Senkung des Krebsrisikos durch einen gesundheitsförderlichen Lebensstil und um die regelmäßige Teilnahme an Früherkennungsmaßnahmen, andererseits um Programme für Menschen mit Krebs, um das Leben mit und nach der Erkrankung nachhaltig zu verbessern. Dank der sehr guten und engen Zusammenarbeit der Initiatoren und der Projektpartner werden seit Projektbeginn fortlaufend Präventionsprojekte zum Thema Darmkrebs, Brustkrebs und Hautkrebs in Hessen durchgeführt. Im Jahr 2015 startete das neue Projekt zum Schutz von Gebärmutterhalskrebs bzw. zur Steigerung der Durchimpfungsrate in Südhessen zusammen mit der Stiftung Lebensblicke. Gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe ist es im Jahr 2015 vorgesehen, den Gedanken der Hessischen Krebspräventionsinitiative „du bist kostbar“ in Form von Kurzfilmen bundesweit zu verbreiten.

Unter www.dubistkostbar.de können Sie sich informieren.

Unter Krebserkrankungen werden alle bösartigen Neu­bildungen einschließlich der Lymphome und Leukämien verstanden. In der Statistik wird gemäß internationalen Standards für Hautkrebs nur das Maligne Melanom („schwarzer Hautkrebs“) aufgeführt. Alle anderen Arten des Hautkrebses treten zwar im Vergleich der Krebsarten sehr häufig auf, sind aber in der Regel weit weniger gefährlich und werden daher nicht berücksichtigt.

Datenlage und Tumordokumentation

Krebserkrankungen in Hessen werden zentral durch das Hessische Krebsregister erfasst. Bis zum Jahr 2014 bezog sich die Erfassung lediglich auf Neuerkrankungsdiagnosen und Todesfälle. Auf Basis eines Bundesgesetzes erfolgt zurzeit in allen Bundesländern der flächendeckende Aufbau einer klinisch-epidemiologischen Krebsregistrierung, in der zusätzlich Behandlungsmaßnahmen und Krankheitsverläufe dokumentiert werden.

Die vorliegenden Auswertungen sind zumeist dem dritten Hessischen Krebsbericht1 entnommen. Der Datenbestand des Krebsregisters für diesen Bericht umfasst geschätzt etwa 85 % aller Krebsfälle des Jahres 2011 in Hessen.

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