Krebssterblichkeit

Krebs ist bei Männern und Frauen nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache.

Daten zu Todesursachen und Sterbefällen gehen aus der amtlichen Todesursachenstatistik hervor, die vom Statistischen Landesamt Hessen herausgegeben wird. Die Todesursachenstatistik ist monokausal – der Tod wird ursächlich immer auf nur eine bestimmte Erkrankung zurückgeführt.

Nach der Todesursachenstatistik des Hessischen Statistischen Landesamts verstarben im Jahr 2011 knapp 15.300 Hessen an Krebs, davon 8.100 Männer und knapp 7.200 Frauen. Die rohe Sterberate betrug bei Männern 277 und bei Frauen 234 pro 100.000 Personen.

Die Rangliste der häufigsten Krebs-Todesursachen unterscheidet sich wegen bedeutsamer Unterschiede in der statistischen Überlebensprognose verschiedener Krebsarten erheblich von der Rangfolge der Neuerkrankungen. Bei Männern ist trotz zurückgehender Raucherquoten Lungenkrebs die mit Abstand häufigste Todesursache. Bundesweit wurden bei Männern jedoch seit dem Jahr 1998 sinkende, bei Frauen steigende Sterblichkeitsraten an Lungenkrebs verzeichnet.1 Bei Frauen steht Lungenkrebs an zweiter Stelle der Todesursachen durch Krebs. Bei ihnen steht Brustkrebs weiterhin an der ersten Stelle, ungeachtet der vergleichsweise guten statistischen Überlebensprognose (Abb. 73). 

Sterbeziffer und Anteil der häufigsten Krebsarte nach Krebsmortalität in Hessen 2011
Sterbeziffer und Anteil der häufigsten Krebsarte nach Krebsmortalität in Hessen 2011  Foto: Sterbefälle (x-Achse) und Anteil an „Krebs gesamt“ (ICD-10: C00-C97 ohne C44), ohne DCO-Fälle (death certificate only). Quelle: Hessisches Krebsregister. Hessisches Statistisches Landesamt: Todesursachenstatistik.
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