Ökonomische Betrachtung

In der „KoDiM-Studie“ (2001)1 wird Diabetes mellitus als „die teuerste chronische Erkrankung“ bezeichnet. Allein die jährlichen direkten Kosten für die Behandlung einer an Diabetes erkrankten Person sind in etwa so hoch wie die jährlichen Gesamtkosten für eine durchschnittlich gesetzlich versicherte Person. 2 Dabei macht die Krankheit alleine nur einen geringen Kostenfaktor aus. Die durch Diabetes induzierten Kosten durch Folge- und Begleiterkrankungen, wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle, sind für das Gesundheitssystem wesentlich belastender. So ist Diabetes mittlerweile die häufigste Ursache für Erblindung und Nierenversagen.

Fußnote
  1. Blutdruck in Deutschland: Daten und Fakten DZHK und RKI. Originalveröffentlichung: Neuhauser, H.K., Adler, C., Rosario, A.S., Diederichs, C., Ellert, U. (2014) Hypertension prevalence, awareness, treatment and control in Germany 1998 and 2008–11, Journal of Human Hypertension, doi:10.1038/jhh.2014.82
  2. BMBF: Forschung für unsere Gesundheit, Wissenschaftsjahr 2011 (www.forschung-fuer-unsere-gesundheit.de/gesundheitsforschung/volkskrankheiten/diabetes/herausforderung-diabetes.html). accessed 20. Mai 2011.
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