Degenerative rheumatische Erkrankungen

Größer und zahlenmäßig bedeutsamer ist die Gruppe der nicht entzündlichen, alters- oder verschleißbedingten degenerativen rheumatischen Erkrankungen. Arthrosen sind mit geschätzt 5 Millionen Fällen1die häufigsten chronischen Gelenkerkrankungen und die wichtigsten Ursachen von Behinderungen bei Älteren in Deutschland. Man kann sie aufgrund von Röntgenbefunden, klinischen Symptomen oder beidem definieren.

Arthrosen sind Gelenkkrankheiten durch Schäden am Knorpel und an anderen Gelenkstrukturen, meist unbekannter Ursache. Fehl- oder Überbelastungen, Entzündungen oder Stoffwechselstörungen sind wesentliche Faktoren. Vom Verlust des Gelenkknorpels sind am häufigsten Hüfte und Kniegelenke betroffen.

Der Krankheitsbeginn von Arthrose liegt häufig um das 50. bis 60. Lebensjahr, Inzidenz danach stark ansteigend. Ab dem 60. Lebensjahr sind gut die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer von dieser Krankheitsform betroffen.

Fußnote
  1. Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie: Rheuma in Zahlen, https://dgrh.de/Start/DGRh/Presse/Daten-und-Fakten/Rheuma-in-Zahlen.html 
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