Krankheiten des Bewegungssystems durch Stoffwechselstörungen

Stoffwechselstörungen wirken sich in vielfältiger Weise am Bewegungssystem aus. Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, bei der es durch einen kritischen Abbau der Knochenmasse und Störung der knöchernen Mikroarchitektur zu einer verminderten Bruchfestigkeit des Knochens und damit zu einem erhöhten Frakturrisiko kommt. Rund 6,3 Millionen Menschen in Deutschland sind von dieser Erkrankung betroffen, Frauen erheblich häufiger als Männer. Jedes Jahr kommen 885.000 Neufälle hinzu.1

Gicht ist eine Krankheit, die durch Ausscheidung von Salzen der Harnsäure an verschiedene Körperstellen, besonders im Bereich der Gelenke (= Arthritis urica), charakterisiert ist. Sie ist eine primär chronisch verlaufende Störung des Purinstoffwechsels, die in akuten Schüben verlaufe kann. Rund 20 % der deutschen Bevölkerung haben überhöhte Harnsäurewerte – doch ob diese letztlich zum Krankheitsbild einer chronischen Gicht führen, hängt in erster Linie von der Ernährung ab.

Immer mehr Menschen in den Industrienationen leiden an der Volkskrankheit Gicht. In Deutschland sind 2,8 % der Männer und 0,4 % der Frauen im Alter zwischen 30 und 59 Jahren betroffen.

Fußnote
  1. Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie, Rheuma in Zahlen
  2. 38 Deutsche Gichtliga e. V., www.gichtliga.de  
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