Rheumatische Schmerzkrankheiten

Die weichteilrheumatischen Erkrankungen sind eine z. T. noch ungenau definierte Krankheitsgruppe mit unterschiedlichen Schmerzsyndromen und teilweise vorübergehenden Veränderungen an Muskeln, Sehnen, Schleimbeuteln und dem Unterhautbindegewebe. Lokale und ausgedehnte chronische Schmerzzustände des Bewegungssystems können durch Überlastung von Muskeln oder Muskelansätzen entstehen, z. B. der bekannte „Tennisarm“ oder der „steife Nacken“.

Das Fibromyalgie-Syndrom verursacht chronische Ganzkörperschmerzen im muskuloskelettalen Bereich, häufig kombiniert mit Schlafstörungen, Müdigkeit, Depressivität, Ängstlichkeit und Einschränkungen der kognitiven Funktion. Hierunter leiden etwa 3,5 % der deutschen Bevöl­kerung, Frauen häufiger als Männer.1 Nicht selten spielen anhaltende und wiederkehrende schwere seelische und körperliche Belastungssituationen eine wesentliche Rolle für die Krankheitsursache.

Fußnote
  1. Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie: Rheuma in Zahlen.
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