HIV-Infektion/Aids

Das Immunschwächevirus HIV (human immunodeficiency virus / Humanes Immundefizienz-Virus) infiziert die CD4-T-Helferzellen, eine Form der Immunabwehrzellen des Blutes. Die körpereigene Immunabwehr ist nicht in der Lage, das HI-Virus aus dem Körper zu entfernen. Wird die HIV-Infektion nicht medikamentös behandelt, kommt es zu einem fortschreitenden Ausfall dieser Helferzellen. Der betroffene Organismus wird hierdurch zunehmend anfällig für Infektionen und das Wachstum bestimmter Krebsarten. Unbehandelt führt die Infektion nach einer meist mehrjährigen Latenzphase (durchschnittlich neun bis elf Jahre) zu einer spezifischen Kombination von Krankheitssymptomen, die zusammenfassend als Aids (acquired immune Deficiency Syndrome / erworbenes Imundefektsyndrom) bezeichnet wird. Bei den Erkrankten kommt es zu lebensbedrohlichen (opportunistischen) Infektionen und Tumoren. Die HIV-Infektion ist nicht heilbar, jedoch gut behandelbar, weshalb sie heute in Deutschland den Status einer chronischen Erkrankung hat.

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