Psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen

Gesundheit beginnt im Kopf

Der Gedanke, dass psychische Gesundheit ein wesentlicher Aspekt von Gesundheit ist, wird schon in der Definition des Gesundheitsbegriffs der WHO von 1948 deutlich: „Gesundheit ist ein Zustand des umfassenden körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Behinderung.“ Es gibt eine breite fachliche und wissenschaftliche Übereinstimmung darüber, dass Gesundheit sowohl biologische als auch psychosoziale Aspekte umfasst und dass die ­vielfältigen Wechselwirkungen zwischen diesen Bereichen die Gesundheit fördern oder beeinträchtigen.

Psychische Gesundheit und psychisches Wohlbefinden sind grundlegend für die Lebensqualität. Sie ermöglichen es den Menschen, ihr Leben als sinnvoll zu erleben und sich als kreative und aktive Bürgerinnen und Bürger zu ­betätigen. Psychische Gesundheit ist somit auch ein wesentliches Element des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der Produktivität und eines stabilen und friedlichen Lebensumfelds.1

Prävention, Therapie und Rehabilitation von psychischen Krankheiten sind aus individueller und gesellschaftlicher Sicht immens wichtig. Im aktuellen Präventions­gesetz 2015 ist eines der Gesundheitsziele deshalb auch die Verhinderung, Früherkennung und Behandlung von ­depressiven Erkrankungen. Dabei spielt im ersten Schritt die Enttabuisierung dieses Themas und die gesellschaft­liche Integration von Betroffenen eine zentrale Rolle.2

Fußnote
  1. Europäischer Aktionsplan für Psychische Gesundheit aus Bericht über die europäische Ministerielle WHO-Konferenz: Psychische Gesundheit: Herausforderungen annehmen, Lösungen schaffen. WHO 2006. (www.uni-augsburg.de/projekte/gesundheitsmanagement/downloadverzeichnis/psychische_gesundheit.pdf), Abruf 4. Februar 2011.
  2. WHO Weltgesundheitstag 2001, Dr. med. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln (www.who-tag.de/2001themen_pott.htm) Abruf 04. Februar 2011
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