Geschlechtsspezifische Gesundheitsförderung

Trotz der geschlechtsspezifischen Unterschiede im Krankheitsgeschehen und der Lebenserwartung sowie der Tatsache, dass Männer geschlechtsneutrale Gesundheitsförderungsangebote kaum in Anspruch nehmen, werden gesundheitsfördernde Angebote weiterhin eher für Frauen als für Männer konzipiert und vorgehalten.1 Daher müssen nach Faltermeier (2011) vermehrt Anstrengungen unternommen werden, in denen die Lebenswelten, die Geschlechterrollen und Identitäten sowie die spezifischen Potenziale von Männern angemessen berücksichtigt werden. Es bedarf weiterhin der Entwicklung von geeigneten und geschlechtsadäquaten Zugangswegen für schwer erreichbare Gruppen von Männern.2

Fußnote
  1. Altgeld, T. (2007): Gesundheit – (K) ein Thema für Männer? Vortrag beim Fachgespräch Geschlechtergerechtigkeit in der Prävention. 22. Juni 2007. Online verfügbar unter: https://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/uploads/file188806.pdf . Zuletzt geprüft am 1.6.2015.
  2. Faltermeier, T. (2011): Männliche Identität und Gesundheit: Bedarf, theoretische Perspektiven und Ansätze für eine männerspezifische Gesundheitsförderung. In: Gesundheit von Jungen und Männern – Hintergründe, Zugangswege und Handlungsbedarfe für Prävention und Gesundheitsförderung. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.) (2011), S. 41.
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