Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bezogen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen besteht in Deutschland, wie in den meisten Industrienationen, ein deutlicher Geschlechterunterschied. Männer sind häufiger betroffen als Frauen und vor allem vorzeitig – d. h. vor Erreichen des 65. Lebensjahres. Lebensstilfaktoren wie z. B. Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel begünstigen die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und finden sich häufiger im männlichen als im weiblichen Lebensstil wieder. Gleichzeitig sind auch mehr Männer als Frauen von den Begleiterkrankungen Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen betroffen, die wiederum eigenständige Risikofaktoren für die Entwicklung einer Herz-Kreislauf-Erkrankung darstellen. Zwar fällt der Rückgang der Sterblichkeitsrate von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei relativ gleichbleibender Erkrankungshäufigkeit seit 1980 bei den Männern etwas deutlicher aus. Dennoch bleibt der Geschlechterunterschied mit 37,2 % bei den Männern und 32,1 % bei den Frauen nach wie vor bestehen (siehe auch Abb. 21).1

Fußnote
  1. Robert Koch-Institut (Hrsg.) (2014): Gesundheitliche Lage der Männer in Deutschland. Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes. RKI, Berlin, S. 14. Online verfügbar unter: http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsB/maennergesundheit.pdf?__blob=publicationFile 
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