Hessen
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Zielsetzung und Grundlagen

Mit dem Hessischen Gesundheitsbericht wird nach 2011 zum zweiten Mal eine empirische Bestandsaufnahme der gesundheitlichen Situation der hessischen Bevölkerung vorgelegt, die die Hessische Landesregierung dazu nutzen will, ganz konkrete, auf den Gesundheitszustand der hessischen Bevölkerung zugeschnittene Handlungsempfehlungen für die Prävention und Gesundheitsförderung abzuleiten. Im Kontext des neuen Präventionsgesetzes und dessen Umsetzung auf der Landesebene werden die Daten des Hessischen Gesundheitsberichts in der Prioritätensetzung der Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen von großem Nutzen sein.

Ziel der fortlaufenden Erfassung der Morbidität in Hessen ist auch, ihre Veränderungen aufzunehmen. Dies nicht nur, um Präventionsmaßnahmen zielgenau planen zu können, sondern auch, um deren Effekte sichtbar zu machen und so noch effizienter handeln zu können. Obwohl die absoluten Fallzahlen über die Jahre noch nicht umfassend vergleichbar sind1, geben die Altersverläufe Informationen zu den zielgruppenspezifischen Interventionsbedarfen. Auch erlauben solche Daten eine Evaluation von gesundheitsfördernden Effekten über die Zeit im Vergleich zur Krankheitslast einer Kontrollgruppe. Nicht zuletzt gewährleisten diese Daten auch eine bedarfsgerechtere Planung der medizinisch-gesundheit­lichen Versorgungsstrukturen in Hessen.

Bereits für den 2011 erschienenen Gesundheitsbericht nutzte Hessen als erstes Bundesland Daten gesetzlicher Krankenkassen zu Häufigkeiten diagnostizierter (chronischer) Krankheiten in der hessischen Bevölkerung. Die dem aktuellen Bericht erneut zugrunde liegenden Daten werden im Rahmen des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) gewonnen, der einen finanziellen Ausgleich zwischen Kassen für den unterschiedlichen Krankheitsstand ihrer Versicherten zum Ziel hat. Anhand von ausgewählten Krankheiten (Diagnosegruppen) unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Erwerbsstatus und Schweregrad der Erkrankung werden so die Krankheitsrisiken der gesetzlich Krankenversicherten erfasst.

Während im Gesundheitsbericht 2011 Daten von 2009 von rund 35 % der GKV-Versicherten in Hessen (von zwei gesetzlichen Kassen) zur Verfügung standen, konnte die Datenbasis seit 2010 mit Daten von sechs Kassen bzw. rund 74 % aller GKV-Versicherten wesentlich verbreitert werden. So repräsentiert der Datensatz nun den Gesundheitszustand von rund 4 Millionen GKV-Versicherten in Hessen. Grundlage für die empirische Bestandsaufnahme im Gesundheitsbericht sind die Daten aus dem Jahr 2012.

Fußnote
  1. BVA: Morbi-RSA
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